Das künstlerische Schaffen von Oksana Zmiyevska steht im Wechselspiel augenscheinlich klassisch-anmutender Motive und einer Tiefgründigkeit, die sich erst auf den zweiten Blick eröffnet. Manche Figuren in ihren Arbeiten gehen beinahe gänzlich im Hintergrund auf, Strukturen erscheinen in dieser Verschmelzung oft fragmentär und suggerieren ein Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Figuration; andere wiederum sind deutlich vom Hintergrund abgehoben und figurativ.

Die Vorlagen von Oksana Zmiyevskas Arbeiten sind private Fotografien, Abbildungen aus Büchern oder auch Bilder aus dem Internet. Die Künstlerin ist dabei aber keinem realistischen Abbildungsverfahren verpflichtet; dies verdeutlicht sich in der unruhigen Pinselführung zum einen, zum anderen in den pastelltönigen, mitunter kräftigen Farben. Motive sind nicht immer vorgedacht; es sind die Abzweigungen und die Umwege, die den Weg zum fertigen Bild begleiten, und diese mitunter widersprüchlichen Ideen werden in die Arbeiten integriert, zum Teil später wieder übermalt. Hierdurch offenbaren die Bilder den BetrachterInnen Innenwelten, in denen sich das Schöne wie auch das Grausame seinen Raum nimmt.

In Momenten losgelöst von Raum und Zeit: Ich mische die Farben, ich sehe besser, jetzt bin ich konzentriert, ich liefere mich der Malerei aus, ich trage die Farben auf und ich mische sie wieder neu, ich vertraue der Malerei. Melancholie und Witz und Poesie begleiten Oksana Zmiyevskas Bilder.

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